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Kurz vor dem Test

28. November 2010 , Geschrieben von klara Veröffentlicht in #Momente des Lebens

Wenn man sich entschließt als Erwachsener einen Händigkeitstest zu machen, dann kann es passieren,

daß man - wenn man es gegenüber Freunden oder Familienmitgliedern erwähnt - 

mit einer Menge Fragen und einer gehörigen Portion Ungläubigkeit konfrontiert wird.

 

"Was? Du mußt doch wissen, ob Du Linkshänder bist."

Nun, es gibt auch solche (Grenz-)Fälle wie mich, die sich an ihre eventuelle Umschullung nicht erinnern können.Und für mich - und nur für mich - ist so ein Test so wichtig. Das kann nur jemand verstehen, der in derselben Situation ist.

 

"Und? Was ändert es, wenn Du es weißt?"

Es ändert eine Menge! Und auch das kann ein Außenstehender wieder kaum nachvollziehen.

Schon der Perfektionismus zwingt mich den Dingen immer 100%ig auf den Grund zu gehen.

Halbe Sachen waren noch nie mein Ding.

Wenn - dann richtig.

 

Erst wenn ich sicher weiß, daß ich ULH bin, kann ich anfangen mein Leben aufzuräumen.

Man kämpft ohnehin schon mit so vielen inneren (und äußeren) Baustellen, daß man auf  solche Kommentare und Fragen bisweilen aggressiv reagiert.

 

Wie reagiert man also am besten darauf?

Erklärt man einfach zum gefühlten hundertsten Mal seine Situation? 

Beschränkt man sich bei der Erklärung auf das Notwendigste und läß man Raum für weitere Fragen?

 

Oder ist es am Ende besser, gar nicht erst vor dem Test davon zu erzählen ? .....

um dann hinterher die Bombe platzen zu lassen?

 

Also - was tun?

Noch 2 Wochen ............

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scorpion 11/29/2010 19:05


P. S. Mit "Wissen" meinte ich, das Wissen vom Testtermin...
Der Test selbst war für mich auf jeden Fall - wie für Dich - auch sehr wichtig, da meine Umschulung auch so früh und ohne nennenswerte Erinnerungen stattfand.


klara 12/01/2010 22:07



So hab ich es auch verstanden. Ich versuche es entspannt auf mich zukommen zu lassen, aber ehrlich gesagt bin ich ziemlich nervös.



scorpion 11/29/2010 19:01


Bei mir wusste es vorher nur mein Mann und ein oder zwei Freundinnen. Es dauerte aber von dem letzten auslösenden Moment, meiner Lhkeit nachzugehen und den Testtermin zu vereinbaren bzw. dass
dieser stattfand, auch "nur" 1 Monat ca. Ich wollt in jedem Fall erst Mal selbst Gewissheit haben und das vor allem nur für mich allein. :-)
Auch waren meine ersten Schreibversuche, die ich dann nach der Beratung begann, was ganz "Privates" - nur für mich (gut, mein Mann sah mich, aber das war ok und gut...). Ich hab dann nach ein paar
Wochen o. Monaten sogar z. T. angefangen, Freunden u. Familie nach und nach mal lhändiggeschriebene :-) Karten oder Faxe zu senden und erst dabei dann vom Ergebnis bzw. der Rückschulung zu
erzählen... Auf - selbst gut gemeinte, interessierte - Diskussionen oder Fragerei vorher hätte ich echt keinen Nerv gehabt, danach war es ok. Aber auch immer meine Entscheidung, ob, wann und wem
ich was erzähle oder ob und wie ausführlich antworte, auch jetzt noch. Das ist auch gut so!

Noch ein paar Mal schlafen, dann ists soweit! Passt doch gut zur Weihnachtszeit!

lG


Sigrid 11/29/2010 09:24


Ich habe es irgendwie immer gewusst - naja, geahnt.

Trotzdem ändert sich so viel, weil ich alles in einem neuen Licht sehe, mit anderen Augen.

Und was diese Änderungen nun genau sind, das ist sehr schwer zu beschreiben. Von daher lässt sich schwer vorher sagen, was es ändern wird und die Entscheidung, wem man wie viel "auf die Nase
bindet" ist wirklich sehr schwer.

Und angesichts so einer Entscheidung mit großer Tragweite ist man doch überrascht, wie sich die eigenen Kontakte dividieren in Kritiker und Unterstützer, das macht auch Angst, die Angst, von
wichtigen Menschen nicht verstanden zu werden. Dafür werden einem aber auch andere Menschen wichtig, die man vorher nur so am Rande wahrgenommen hat.

klara, noch zwei Wochen, das schaffst Du schon!


klara 12/01/2010 21:55



Ja. Gott sei Dank gibts in der Adventszeit genug Ablenkung ....